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Aktiv auf den Spuren der Bibel

 
 

Nomadenzelt in der Falkenburger Bibelscheune

In der einen Ecke suchen kleine Höhlenforscher in dunklen Kisten nach Ausgrabungsstücken, gleich nebenan puzzeln eifrige Archäologen biblische Textteile zusammen, während sich andere mit Tinte und Feder bemühen, so schöne Buchstaben zu malen wie früher die Mönche im Skriptorium. „Wir nennen das Aktivausstellung“, sagt Pastorin Anna-Barbara Naß-Gehrke mit Blick auf das emsige Treiben in der Scheune des Falkenburger Lutherstiftes.

Eine Woche lang wurden Grundschüler aus der Gemeinde Ganderkesee von der Bibelgesellschaft im Lutherstift mit der Bibel, ihrer Geschichte und ihren Geschichten vertraut gemacht. Am Dienstag war die Klasse 2a aus Bookholzberg zu Gast. „Das ist für uns ein Projekttag im Rahmen des Religionsunterrichtes“, sagt Klassenlehrerin Birgit Cramm. Sie freut sich mit dem Lutherstift „so einen guten geeigneten außerschulischen Lernort“ in der Nähe zu haben.


Barlach, Bonhoeffer, Bibel & Bernstein

Ein Reisebericht der Herbstreise 2007 der Oldenburgischen Bibelgesellschaft nach Mecklenburg-Vorpommern

Am Dienstag, den 16.Oktober machte sich eine Reisegruppe von 26 Personen unter der Leitung von Hans-Gerd Fritzsche, Pastor an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Heidmühle, der die Fahrt auch inhaltlich vorbereitet hatte, auf den Weg. Unser Ziel war der Zingsthof. Die Familienferienstätte der Berliner Stadtmission war für die nächsten vier Tage unser geselliger Mittelpunkt, von wo wir uns den vier großen „B“s unseres Programms näherten. Nur Dünen und Deich trennen den Zingsthof von der Ostsee. In diesem Haus war 1935 Dietrich Bonhoeffer mit seinem Predigerseminar zu Gast. Ein Vortrag von Pfr. Harald Apel brachte uns diese Zeit näher und unsere morgendlichen Andachten stellten den Bezug zu Oldenburger Pastoren im Widerstand wie Walter Spitta und Hans Roth her.

Der erste Tag galt dem Kennenlernen der Halbinseln Fischland, Darß und Zingst mit ihren Kleinoden. Ein Rundgang durch Zingst führte uns zur Kirche und den Gräbern des Pastors und Widerstandskämpfers Gerhard Krause und der Heimatdichterin Martha Müller-Grählert, Verfasserin des Liedes „Wo de Ostseewellen“. Das renovierte Kurhaus, noble Hotels und die Seebrücke geben dem kleinen Badeort Zingst mit seinen schönen Reetdachhäusern ein mondänes Flair. Weitere Stationen unserer Rundfahrt waren die Seemannskirche in Prerow und die Malerdüne im Künstlerdorf Ahrenshoop. Besonders beeindruckte auch das in einem ehemaligen Kloster eingerichtete Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten.

Den nächsten Tag widmeten wir der alten Hansestadt Stralsund. Unser Stadtrundgang begann am Hafen, wo das alte Segelschulschiff „Gorch Fock“ ihren ursprünglichen Heimathafen wieder gefunden hat. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf die neue Rügenbrücke, die am nächsten Tag offiziell eingeweiht werden sollte. Die ganze Stadt stand im Zeichen der Festvorbereitungen, doch unser Stadtführer führte uns zielstrebig durch die Altstadt mit ihren schönen Gassen und restaurierten Häuserfassaden zum Alten Markt. Hier steht die Bürgerkirche „St. Nikolai“. Sie diente in früherer Zeit nicht nur zu Gottesdiensten – geistliches Zentrum war die große St.-Marien-Kirche - , sondern war auch Versammlungsort für Stadtrat und Zünfte. Auf der Rückfahrt durch die Boddenlandschaft erlebten wir wieder das tägliche Naturschauspiel der Kraniche. Sie legen auf ihrem Herbst-Zug gen Süden hier für einige Tage eine Rast ein und beleben Feld und Himmel.

Begonnen hat jeder Morgen mit biblischen Geschichten: Im eigens in der Scheune aufgebauten Nomadenzelt kuschelten die Kinder sich aneinander und hörten von Noah und der Arche. „So haben die Menschen schon 2000 Jahre vor Christi Geburt ihre Geschichten weiter erzählt“, erklärte Naß-Gehrke den staunenden Kindern.

 

 

 


Die Reisegruppe vor der Bonhoefferkappelle in Zingst

Dem niederdeutschen Bibelzentrum in Barth, einem Schwerpunkt unserer Herbstreise, galt am vorletzten Tag unser Interesse. Der Leiter, Johannes Pilgrim, erwartete uns in der Marienkirche: vom Glockenturm hatten wir einen wunderschönen Rundblick über die Stadt, die Ostsee und die Boddenlandschaft. Dann ging es zum Bibelzentrum St. Jürgen. Im Mittelalter war an die Kirche vor dem alten Stadttor ein Hospital für Kranke, Arme und Pilger angeschlossen, welches später auch das Kirchenschiff selbst einnahm. In DDR-Zeiten war dies verfallen, wurde aber nach der Wende gänzlich restauriert und zum Niederdeutschen Bibelzentrum ausgebaut. Es beherbergt nun eine umfangreiche Sammlung historischer niederdeutscher Bibeln, u.a. ein Exemplar der „Barther Bibel“, eine niederdeutsche Übersetzung von Johannes Bugenhagen, die 1588 in Barth für das damalige Pommern gedruckt wurde. (Die erste Bugenhagen-Bibel wurde 1533/34 in Lübeck gedruckt.)

Nach seinem interessanten Vortrag über die regionale Kirchengeschichte sowie sprichwörtliche Bibelstellen führte uns Johannes Pilgrim durch Apsis und Ausstellungen. Den historisch nicht so interessierten Besucher spricht die mit  museumspädagogischen Mitteln konzipierte, interaktive Ausstellung an, die den Bezug der Bibel zu Themen der Gegenwart herstellt. Der Besuch der neuen Barlach-Gedenkstätte auf dem Gelände von Barlachs Werkstatt und einer Ausstellung seiner Werke in der Gertruden-Kapelle in Güstrow rundeten unsere Reise, die voller bleibender Eindrücke war, ab.

Elfriede und Georg Schwitters

 

 

 
 

30 Jahre Oldenburgische Bibelgesellschaft

Auf 30 Jahre erfolgreiche Aktionen und Veranstaltungen blickte die Oldenburgische Bibelgesellschaft am 21. September bei ihrer Jubiläumsveranstaltung in der Ohmsteder Kirche zurück. „Feiern wollte man“, so die Geschäftsführerin der Bibelgesellschaft Pfarrerin Daniela Ludewig-Göckler ,“aber nicht sich selbst, sondern die Bibel- dieses Buch des Lebens und der Hoffnung, das nicht an Aktualität eingebüßt hat“.
Leitmotiv der ganzen Veranstaltung waren „Gartengeschichten der Bibel“. Schon im Vorfeld hatte jedes Mitglied ein gleichnamiges Taschenbuch als Jubiläumsgabe als Geschenk erhalten.
Passend zu diesem Thema betonte Oberkirchenrätin Dr. E. Albrecht in ihrer Predigt, dass die Arbeit der Oldenburgischen Bibelgesellschaft im Laufe der 30 Jahre viele Früchte getragen habe. Sie dankte besonders den vielen Ehrenamtliche, durch die die ökumenische Arbeit erst möglich wird. Durch zahlreiche Projekte seien Menschen unterschiedlicher Alterstufen mit der befreienden Botschaft der Bibel neu in Kontakt gebracht worden: Sei es durch Bibeln in Arztpraxen, durch Bilder von Marc Chagall bei Ausstellungen im Jahr der Bibel oder die vielen Büchertische in Gemeinden oder bei besonderen Veranstaltungen auch im nichtkirchlichen Raum.
Auch durch die Förderung von Tauferinnerungsfeiern seien im Laufe der Jahre viele Samen gesät worden. Um vielen weiteren Kindern die Botschaft der Bibeln weiterzugeben, wurden im Gottesdienst 900 Kinderbibeln an Vertreter von Gemeinden übergeben, die sich an der Verlosaktion 30 x 30 Tauferinnerungsbibeln beteiligt hatten.
Beim anschließenden Empfang stellte die Leiterin des Bereichs Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft Frau Antje Becker ihre Arbeit vor. Hoch erfreut zeigte sie sich, als sie einen Scheck in Höhe von 5000,- Euro von der Oldenburgischen Bibelgesellschaft in Empfang nehmen durfte. Zum Jubiläum ließ sich die Bibelgesellschaft also nichts schenken, sondern teilte großzügig aus – um wie in den letzten dreißig Jahren möglichst vielen Menschen hier und in der Ferne einen Zugang zur Heiligen Schrift zu ermöglichen.

Frau A. Becker und Herr R. Saß freuten sich anlässlich des Jubiläums einen Scheck in Höhe von 5000,- Euro für die Weltbibelhilfe von der Vorsitzenden der Bibelgesellschaft Dr. E. Albrecht und der Geschäftsführerin Pfr. D. Ludewig-Göckler in Empfang nehmen zu können.

900 Bibeln wurden an Vertreter der Gewinnergemeinden übergeben

 

Musikalisch wurde der Empfang gerahmt von Variationen des Liedes „Geh aus mein Herz und suche Freud“ von Paul Gerhard, die Stefanie Putzke auf Klavier und Querflöte vortrug.
Natürlich gab es auch ein paar freundliche Grußworte und auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

 

RELIGION MACHT GELD

Oldenburgische Bibelgesellschaft feierte Bibelsonntag in der Friedenskirche Oldenburg

Am Sonntag, den 11. Februar fand die zentrale Veranstaltung zum Bibelsonntag 2007 in Oldenburg statt.
Zunächst wurde in der Friedenskirche ein musikalisch besonders gestalteter ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Der Posaunenchor der Friedenskirche spielte unter Leitung von Friedhelm Rüscher. Karl-Heinz Putzke war an der Orgel zu hören und Stefanie Putzke bereicherte den Gottesdienst mit ihrem Flötspiel. Die Predigt hielt die Vorsitzende der Bibelgesellschaft Oberkirchenrätin Dr. E. Albrecht. Zugrunde lag dem Gottesdienst eine Episode aus der Apostelgeschichte rund um Geld, Religion und Macht. Sie war in szenischer Lesung zu hören und in Zeiten von Sparmaßnahmen der Kirche und Besinnung auf die wesentlichen Inhalte von Religion höchst aktuell.
Im Anschluss kam die Gemeinde zu einem gemütlichen Kaffeetrinken zusammen. In diesem Rahmen hat die kaufmännische Geschäftsführerin der Sozialstationen im Oldenburger Land, Frau Birgit Osterloh in einem kurzen Referat aus ihrem Blickwinkel Stellung zum Thema des Bibelsonntags genommen. Am Büchertisch wurden neben bekannten und bewährten Bibeln, Büchern, CDs und Dias auch die Neuerscheinungen der Deutschen Bibelgesellschaft angeboten.
   
 

Lebensbuch Bibel

Ausstellungseröffnung in Westerstede

„Lebensbuch Bibel“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die die Oldenburgische Bibelgesellschaft im September im Kreishaus Westerstede erstmals präsentiert hat. Eröffnet wurde die Ausstellung von Landrat Jörg Bensberg, der zuvor spontan zustimmte, diese Bibelausstellung in den öffentlichen Räumen des Kreishauses zu zeigen. In seiner kurzen Begrüßungsrede bekannte er sich zur Bibel und betonte ihren Stellenwert auch für die heutige Gesellschaft und Kultur. Die Geschäftsführerin der Bibelgesellschaft, Pfarrerin Daniela Ludewig-Göckler, verwies in ihrer Einführung mit Bezug auf das Hauptmotiv der Ausstellung auf die Aktualität der Gefühle, die sich in der Bibel finden. Bei der gut besuchten Eröffnungsfeier haben Barbara und Christian Andrae aus Westerstede diese Gefühle auch in frühbarocker Musik erklingen lassen.

Die von der Deutschen Bibelgesellschaft in Kooperation mit Ostertag Mediendesign, Stuttgart, erarbeitete Ausstellung stellt fünf menschliche Grundgefühle in den Mittelpunkt. Die verwendeten Fotos, Texte und Gegenstände regen spontan zum Nachdenken an. Den fünf Gefühlen sind jeweils Passagen aus dem Alten und Neuen Testament zugeordnet. Sie zeigen, dass die Bibel voll ist von Eindrücken und Erfahrungen, die Menschen auch heute bewegen. Wer kennt ihn nicht den Kain, dessen Neid auf seinen Bruder zum Hass wird? Wer hört nicht gern Liebeslieder- auch in der Bibel gab es sie schon. Wer spürt nicht manchmal Angst vor dem schwarzen Loch, dem tiefen Tal, der Trauer. Die Bibel war und ist ein Lebensbuch mit Geschichten aus dem Leben und für das Leben.

Jede der Empfindungen Freude, Hass, Liebe, Sehnsucht und Angst wird durch eine dreiteilige Stellwand, eine Säule mit Objekt und einen Würfel mit einer beleuchteten Installation dargestellt. Neben den Bibeltexten und den Illustrationen sind Spiegelwände ein wesentliches Element der Ausstellung. Durch sie wird der Betrachtende selbst Teil der Ausstellung. Auf den Säulen finden sich zu jedem Gefühl Auszüge aus dem „Wahrig. Dem Deutschen Wörterbuch“. Diese Texte stellen einen Kontrast zu den biblischen Texten dar und bewirken das Überdenken der eigenen Definition der angesprochenen Gefühle.

Foto: Stellwand und Säule zum Thema Angst

Foto: Landrat Jörg Bensberg und die Geschäftsführerin der Oldenburgischen Bibelgesellschaft, Daniela Ludewig-Göckler eröffneten die Ausstellung.

Auf jeder Säule findet sich außerdem ein zum Thema passendes Objekt, z.B. eine Hochzeitstorte beim Thema Liebe. Die Würfel ermöglichen durch eine durchsichtige Abdeckplatte einen Einblick in das Innere. Auf dem „Boden“ des Würfels befinden sich zum passende Gegenstände, z.B. ein Stück Blumenwiese mit Schmetterling beim Thema Freude. So wird der Betrachter auf verschiedene Weise in die Themen hineingenommen.

   
 

Bibel für die Grundschule Habbrügge

Durch eine gemeinsame Spenden-Aktion hat die Grundschule Habbrügge eine stattliche Anzahl neuer Bibeln erhalten. Vertreter des Förderkreises der Schule, des Ortsvereins Falkenburg, der Arbeitsgemeinschaft Nord-West und der Oldenburgische Bibelgesellschaft übergaben der Schulleiterin Frau Büsselmann das große Bibelpaket. Jeweils ein halber Klassensatz der beliebten Kinderbibel „Komm freu dich mit mir“ und der wegen des höheren Textanteils besonders für ältere Kinder geeigneten Ausgabe „Unter Gottes weitem Himmel“ stehen nun der Schule zur Verfügung. Darüber hinaus spendierte die Oldenburgische Bibelgesellschaft im Rahmen der Aktion „Bibeln für Bibliotheken“ noch verschiedene Ausgaben für die Bücherei. Neben mehreren Bibelbüchern können sich die Kinder über Hörbibeln und ein Computerspiel freuen. Die Schüler und Schülerinnen bedankten sich mit einem Lied.

  
 

Wer Ohren hat zu hören…

Bei der Mitgliederversammlung der Oldenburgischen Bibelgesellschaft am 22.5.2006 in Süddorf lag der inhaltliche Schwerpunkt des Abends darauf, die Bibel im wahrsten Sinn des Wortes einmal neu zu HÖREN. Anhand von zahlreichen Beispielen neuer Bibel-Hörbücher wurde verdeutlicht, dass es einen ganz neuen Zugang zu biblischen Texten verschaffen kann, sie nicht selbst zu lesen, sondern zu hören. Die Geschäftsführerin Daniela Ludewig-Göckler gab zu Beginn einen Einstieg in die generelle Welt des Hörens:

  
 

Wer Ohren hat zu hören…

„Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können von den Menschen", wusste schon der Philosoph Immanuel Kant. Das Gehör ist unser wichtigstes Kommunikationsorgan. Das Ohr ist das erste Organ, das entsteht. Und es ist das letzte, das stirbt. Dabei ist das Innenohr das empfindsamste Organ des menschlichen Systems. Nirgends sonst verfügt der menschliche Körper über eine ähnliche Konzentration von Nervenzellen. Das Ohr ist deshalb ein Hochleistungs- Präzisionsinstrumente. Vergleicht man seine Leistung mit der einer Waage, könnte man von 1 Milligramm bis 1000 Tonnen hören.

Die Bedeutung des Hörsinns geht dabei über das bloße Verstehen einer Mitteilung weit hinaus. Neben der reinen Vermittlung von sprachlicher Information erfüllt das Hören in unserem Leben noch weitere wichtige Aufgaben: Eine wichtige Gehörfunktion ist die Orientierung. Mit schlechtem Gehör ist es nahezu unmöglich festzustellen, woher ein Geräusch kommt und wie weit es entfernt ist. Gerade im Dunkeln merkt man, wie wichtig dies ist. Für den Spracherwerb ist ein funktionierendes Gehör besonders wichtig. Denn erst Hören ermöglicht eine lautsprachliche Kommunikation. Wer schlechter hört, kann die Möglichkeit verlieren, soziale Kontakte aufzunehmen und kann in die Isolation geraten. Dabei ist in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht nur wichtig, was gesprochen wird, sondern auch wie gesprochen wird. Denn: "Der Ton macht die Musik". Das Gehör ist ein wichtiger Empfänger für Begleitinformationen auf der emotionalen und sozialen Ebene. Allein die Betonung eines einzelnen Wortes, wie "nein", kann diesem höchst unterschiedliche Bedeutungen geben. Erstaunen, Begeisterung, Zustimmung, Ablehnung, Zweifel, Ironie, Heuchelei - all dies kann Sprache quasi "nebenbei" aussagen. Der Ton macht also die Gefühle.

 

Jeder Filmemacher kennt dieses Gesetz: Wenn man zum Beispiel einmal bei einem bei einem spannenden Krimi den Ton abstellt wird der Effekt den der Ton hat deutlich. Auch in der Werbung macht man sich den Einfluss des Hörens zu nutze. In einem Experiment hat Friedrich Blutner mit seiner Firma Synotec eine Bierflasche entwickelt, die so geformt ist, dass das Bier angeblich "glücklich" herausfließt. So spricht der Erfinder von spritzigen und erfrischenden Geräuschen beim Einschenken von hellem Bier, die sich wohltuend von farblosen, blassen Geräuschen unterscheiden.

Die starke emotionale Wirkung des Tons hat einen natürlichen Hintergrund: Unser Gehör warnt uns vor herannahenden Gefahren. Und dieser Fluchtinstinkt steckt immer noch in uns. Diese große entwicklungsgeschichtliche Bedeutung des Hör-Sinnes ist auch der Grund dafür, dass wir unsere Ohren nicht wie die Augen einfach zumachen können. Das Ohr nimmt 24 Stunden am Tag Informationen aus der Umwelt auf, selbst im Schlaf. Ob Läuten des Telefons, Vogelgezwitscher, tropfender Wasserhahn - das Gehör versorgt uns ständig mit Informationen, die als mehr oder weniger angenehm empfunden werden.

Das, was wir hören, beeinflusst unser emotionales Empfinden. Hören heißt also erleben und sich auch von innen her ansprechen zu lassen. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, auch die Worte der Bibel vielleicht mal wieder ganz neu im wahrsten Sinne des Wortes zu hören, sie auf sich wirken zu lassen. Dazu können neue Hörbibeln einen guten Beitrag leisten.

  
 

Eindrucksvolle Bilder zum Bibelsonntag

Beim ökumenischen Bibelsonntag in der Stadtkirche Delmenhorst stand die Bibel im Mittelpunkt. Durch Bilder und Musik wurden dabei aber ganz neue Zugänge zum Buch der Bücher geschaffen. Die Bilder von Karola Onken, die überall im Kirchenschiff aufgehängt waren, regten zum Nachdenken an.
Insbesondere das Bild „Auf dem Weg nach Emmaus“ der Oldenburger Künstlerin bot viel Raum für Deutungen. Pfarrer C. Onken, der ebenso wie die Künstlerin aus Delmenhorst stammt verknüpfte in der Predigt die
Darstellung eindrucksvoll mit der biblischen Geschichte und der Kirchenjahreszeit. Das Orgelspiel von Kreiskantor G. Hofstadt und der Gesang von S. Beer und C. Süßmuth gaben dem Gottesdienst eine feierliche
und besinnliche Note. Im Anschluss an den Gottesdienst war ausreichend Gelegenheit die Bilder auf sich wirken zu lassen und bei Kaffee und Kuchen darüber ins Gespräch zu kommen.

Onken: In vielen der ausgestellten Bilder wird das Kreuz in unterschiedlicher Weise dargestellt. Hier Karola Onken mit einem ihrer
Lieblingsbilder.

 

Links: Pfarrer A. Weber, Pfarrer C. Onken, Oberkrichenrätin Dr. E.
Albrecht lassen sich von der Künstlerin K. Onken eines ihrer Bilder
erklären.

  
 

Mit ihren Bildern möchte Karol Onken Feude vermitteln und die Betrachter mit hineinnehmen un einen weiten Horizont der Liebe Gottes zu uns Menschen und auch in ihre besondere Sichtweise

Die Künstlerin Karola Onken geb. Kleim wurde 1943 in Wesermünde geboren und wuchs in Delmenhorst- Adelheide auf, wo sie 1962 ihr Abitur machte. Sie studierte an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg von 1962-1965 und war von 1965-1971 Lehrerin in Oldenbrok/ Wesermarsch und Oldenburg-Ofenerdiek. Seit 1968 ist sie dort mit dem Pastor Christoph Onken verheiratet und ehrenamtlich in der Gemeinde tätig. Die beiden haben vier Kinder. Sie ist Mit- arbeiterin der Missionarischen Dienste und vertritt als Multiplikatorin für das Projekt "Stufen des Lebens" diese Arbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Seit frühester Kindheit hat sie viel Freude am Malen, zumal ihre Wurzeln in viele Malerfamilien ihrer Pommeschen Heimat zurückreichen. Mit manchen von ihnen verbinden sie verwandtschaftliche Beziehungen, wie etwa zu Gustav und Franz Pflugradt sowie zu Caspar David Friedrich.

 

   
 

 

Drei Kinder-Bibel-Projekte erfolgreich abgeschlossen

   
 

Eine Bibel für jede Kindergartengruppe

Unzählige Exemplare der von Rüdiger Pfeffer ansprechend illustrierten Kinderbibel „Komm freu Dich mit mir“ sind in den vergangenen zwei Jahren in Kindergärten verteilt worden. Jede Gruppe bekam eine eigene Bibel geschenkt:

Eine Bibel mit ansprechenden Bildern zum Angucken oder um sich Vorlesen lassen.

Eine Bibel, die einfach immer greifbar im Gruppenraum liegt und nicht im Regal im MitarbeiterInnenraum.

Eine Bibel mit der die Kinder deshalb im Alltag aufwachsen und von der die Kinder sagen: Das ist “unsere Bibel“.

Die Oldenburgische Bibelgesellschaft findet eine solche „Bibel zum Mitleben“ wichtig für die Kinder und hilfreich für die religionspädagogische Arbeit in Kindergärten.

Sie hat  deshalb seit 2004 die Aktion „Eine Bibel für jede Kindergartengruppe“ im gesamten Oldenburger Raum durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Kindergartenarbeit wurde dazu in einem Brief allen Gruppen in den evangelischen Kindergärten angeboten, eine Kinderbibel geschenkt zu bekommen.

Viele Einrichtungen haben  von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Kinder und ErzieherInnen nehmen nun hoffentlich im Alltag die Bibel oft in die Hand und lassen sich von der beliebten Figur Wido Wiedehopf durch die spannende Welt der biblischen Geschichten führen.

 

KIBUM – Kinderbuchmesse in Oldenburg

Vom 28.10. bis 8.11.2005 hat in Oldenburg wieder die Kinder-und Jugendbuchmesse KIBUM stattgefunden. Dazu war in der Lambertikirche eine große Begleitausstellung zum Motto “Über Gott und die Welt” zu sehen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Universität hat sich auch die Oldenburgische Bibelgesellschaft mit ihren Kinderbibelkisten und Vorträgen an der Ausstellung beteiligt.

Armin Sauer, Geschäftsführer der AG-Nord-West der Deutschen Bibelgesellschaft und Prof. Dr. päd. Jürgen Heumann, Mitorganisator der Begleitausstellung bei der Eröffnungsveranstaltung

Kinder aus der Kindertagesstätte an der Edewechter Landstraße in Oldenburg freuen sich mit ihrer Leiterin Ina Struck über Bibeln für alle Gruppen.

Diese beiden entdeckten sofort, dass es in den kindgerechten Bibeln „Komm freu dich mit mir“ auch etwas zum Rätseln gibt.

 

 


Kinderbibeln in Arztpraxen

Die Aktion „Kinderbibeln in Arztpraxen“, die in Oldenburg ihren Anfang nahm und mittlerweile deutschlandweit nachgeahmt wurde ist nach acht erfolgreichen Jahren nun abgeschlossen worden. Bei dieser Aktion, die 1997 anlief, wurde die Kinderbibel „Komm freu dich mit mir“ von Rüdiger Pfeffer in Arztpraxen verteilt. Für viele Kinder stellen die altersgemäß illustrierten Geschichten einen ersten Kontakt mit der biblischen Überlieferung her und machen neugierig auf ”mehr”.


 

Die einzelnen Ausstellungsbereiche waren den Themen entsprechend künstlerisch gestaltet und luden zum Lesen und Anschauen der zahlreichen religiösen Bücher ein.

 

 

 
 

 

Aktion Bibel für Bibliotheken

   
 

Viele neue Kinderbibeln stehen seit dem letzten Jahr in zahlreichen Büchereien im Oldenburger Raum. Sie sind Geschenke der Oldenburgischen Bibelgesellschaft im Rahmen des Projektes „Bibeln für Bibliotheken“.
In einer Kooperation mit der Fachstelle für Büchereiarbeit der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg wurde dieses Projekt 2005 flächendeckend im Oldenburger Raum durchgeführt. Nach Auskunft der Leiterin der Fachstelle M. Schöbel wurde davon ausgegangen, dass in vielen Büchereien alte oder nur wenige neue Bibeln und Bibelbücher vorhanden sind, da in der Regel das Budget nur sehr klein ist.
Allen 46 evangelischen Büchereien in Gemeinden und den 20 Patientenbüchereien wurde daher angeboten ein Bibelpaket im Wert von. ca. 60 Euro geschenkt zu bekommen.
Mit dem Projekt wurden besonders Kinder und Jugendliche mit modernen und attraktiven Ausgaben angesprochen. Aber auch Ausgaben für Erwachsene haben die Pakete ergänzt. Erreicht wurden durch dieses Projekt sowohl
die zahlreichen Mitarbeitenden in den Büchereien, als auch ihre Besucher und Besucherinnen. Da die evangelischen Büchereien oft die einzigen vor Ort sind, wird deshalb auch eine große Gruppe erreicht, die der Kirche nicht unmittelbar nahe stehen.

Die Kinderbücherei der Ev. –luth. Kirchengmeinde Petersfehn
hat wie viele andere von dem Angebot gebraucht und sich ein Bibelpaket
schenken lassen.

   

 

 

Bibelgesellschaft zu Gast beim Lektorenkurs

     
 

 

 

Lektoren und Lektorinnen wirken in ihren Gemeinden in verschiedener Weise im Gottesdienst mit. Wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist, besonders bei den Lesungen, der Umgang mit der Bibel. Auch die Oldenburgische Bibelgesellschaft stellt das Buch der Bücher auf vielfältige Art in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Deshalb liegt eine Zusammenarbeit nahe. Auch beim neuen Lektorenkurs in Oldenburg war deshalb im November 2005 die geschäftsführende Pastorin D. Ludewig-Göckler wieder im Einführungskurs zu Gast. Nach einer abwechslungsreichen Einführung in die Bibel war am Büchertisch viel Betrieb. Dort konnten sich die Kursteilnehmenden über das vielfältige Angebot an Büchern, CD´s, Computerprogrammen rund um die Bibel informieren.

   
 

Jahr der Bibel

Links zu anderen Veranstaltungen:

Neue Vorstandsmitglieder

Bibelsonntag 2005 in Wildeshausen

KIBIKI´s – Kinderbibelkisten starten ihre Reise

Abschied und Einführung

Große Runde beim Herbsttreffen

Bibel mittendrin

Eröffnungsgottesdienst zum Jahr der Bibel am 23.2.2003 in Varel

Jubiläumsaktion: 25 Bibelkörbe für 25 Evangelische Kindergärten

Festveranstaltung zum Jubiläum der Oldenburgischen Bibelgesellschaft am 18. Oktober 2003 in Oldenburg

Kirche im Aufwind: Oldenburgische Bibelgesellschaft auf Kreiskirchentagen

Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft in Ratzeburg

Chagall-Ausstellung in
Wildeshausen und Jever

Zur Chagall-Ausstellung

Der Mensch begegnet seinem Engel –
Gebete in Holz von Gunter Schmidt-Riedig

Zur Ausstellung Schmidt-Riedig

   

 

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